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TafelnSchweriner Tafel e.V.

Im sozialen Brennpunkt „Mueßer Holz“ befindet sich die Schweriner Kindertafel, die über 70 Jugendliche täglich mit einem warmen Mittagessen versorgt. Für das Betriebsjahr 2020 übernimmt unsere Stiftung mit 5.000€ die gesamten Unterhaltskosten dieser Einrichtung. Wie alle Tafeln in Deutschland hatte auch diese Organisation mit den Corona-Lockdowns zu kämpfen. Deshalb haben wir im Jahresverlauf 2020 weitere 5.000€ zu Umsetzung eines vernünftigen Hygienekonzepts zu spenden. Auch Ende 2021 unterstützten wir die Tafel gerne ein drittes Mal – wieder beteiligen wir uns an den laufenden Betriebskosten mit einer Spende von 3.000 €. Denn auch im zweiten Jahr der Corona-Zeitrechnung ist der Andrang an Kunden bei der „Erwachsenentafel“ auch bei dieser Tafel signifikant höher als vor der Pandemie und zusätzlicher Aufwand durch Schutzmaßnahmen etc. entstand. Sprich mehr Personalaufwand bei ansonsten leicht zurückgehendem Spendenvolumen sind eine Herausforderung an die Kostenrechnungen aller Sozialvereine.

Im März 2022 (als die Ukrainischen Flüchtlingsströme auch in Deutschland ankamen) starten wir einen Aufruf bei unseren Tafel-Partnern der letzten Jahre. Sie sollten uns aufgeben, welche monatlichen Mehrkosten durch die völlig veränderte Situation bei ihnen entstanden sind. Denn diese sind aus drei Gründen plötzlich und immens gestiegen! Zum einen sind die laufenden Kosten explodiert, da aufgrund der allgemeinen Lebensmittelknappheit die Supermärkte etc weniger Nahrungsprodukte abgeben (es muss also durch die Tafeln zugekauft werden). Dadurch haben sich auch die Anzahl der Abholungen durch die Kühlfahrzeige der Tafeln erhöht (und das bei viel höhere Benzinkosten) – da mehr Supermärkte als sonst täglich abgeklappert werden müssen, allein um auf die gleiche Ausgabemengen zu kommen. Außerdem musste das Sortiment um Hygieneartikel und solche des täglichen Bedarfs erweitert werden, um gerade den Flüchtlingen gerecht zu werden. Und schließlich kommen nochmal rund 30% mehr Bedürftige als in den beiden Vorjahren (wo es durch Corona eh schon eine krasse Steigerung gab) – das sind nicht nur ukrainische Mütter mit Kindern, sondern auch immer mehr Ortsansässige, die sich durch die galoppierende Inflation nicht mehr anders zu helfen wissen, als die Tafeln aufzusuchen. Bei dieser Tafel lagen die Mehrkosten für den April und Mai bei kalkulierten 3.300 € – diese Summe haben wir dann gespendet. Damit bekam auch diese Tafel für die beiden extremsten Monate Planungssicherheit, um letztendlich Bedürftige nicht abweisen zu müssen.