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Tafeln

TafelnNeumünsteraner Tafel e.V.

Seit 1994 versorgt die Neumünsteraner Tafel in der Kieler Straße an den wöchentlichen Ausgabetagen sozial schwache Mitmenschen (auch Schüler). Mittlerweile nutzen rund 3.000 Menschen aus 600 Familien deren Angebot. 35 ehrenamtliche Mitarbeiter stellen die eingesammelten Lebensmittel für sie bereit, das sie in Lebensmittelgeschäften und Bäckereien abholen. Die PETER JENSEN Stiftung finanziert mit 10.000 € die gestiegenen Kosten seit Pandemiebeginn. Nach 2020 unterstützten wir dieses NGO Ende 2021 gerne wieder – diesmal mit 10.800 €. Hiermit werden zum einen zwei Mini-Jobber für sechs Monate bezahlt für dringend anstehende Tätigkeiten, für die es keine Ehrenämtler mehr gibt. Zum anderen werden damit die gestiegenen Nebenkosten für die Lagerhalle finanziert für 12 Monate.

Im März 2022 (als die Ukrainischen Flüchtlingsströme auch in Deutschland ankamen) starten wir einen Aufruf bei unseren Tafel-Partnern der letzten Jahre. Sie sollten uns aufgeben, welche monatlichen Mehrkosten durch die völlig veränderte Situation bei ihnen entstanden sind. Denn diese sind aus drei Gründen plötzlich und immens gestiegen! Zum einen sind die laufenden Kosten explodiert, da aufgrund der allgemeinen Lebensmittelknappheit die Supermärkte etc weniger Nahrungsprodukte abgeben (es muss also durch die Tafeln zugekauft werden). Dadurch haben sich auch die Anzahl der Abholungen durch die Kühlfahrzeige der Tafeln erhöht (und das bei viel höhere Benzinkosten) – da mehr Supermärkte als sonst täglich abgeklappert werden müssen, allein um auf die gleiche Ausgabemengen zu kommen. Außerdem musste das Sortiment um Hygieneartikel und solche des täglichen Bedarfs erweitert werden, um gerade den Flüchtlingen gerecht zu werden. Und schließlich kommen nochmal rund 30% mehr Bedürftige als in den beiden Vorjahren (wo es durch Corona eh schon eine krasse Steigerung gab) – das sind nicht nur ukrainische Mütter mit Kindern, sondern auch immer mehr Ortsansässige, die sich durch die galoppierende Inflation nicht mehr anders zu helfen wissen, als die Tafeln aufzusuchen. Bei dieser Tafel lagen die Mehrkosten für den April und Mai bei kalkulierten 7.000 € – in dieser Summe (die wir dann überwiesen) ist auch einer der beiden Mini-Jobber enthalten, der  so tadellos seit Jahresstart arbeitete, dass er nun als 30h-Kraft eingesetzt wird.