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Tafeln

TafelnNeubrandenburger Tafeln e.V.

Alle Tafeln in Deutschland sind notorisch unterfinanziert, leisten mit ihren (meist) Ehrenämtlern aber eine aufopferungsvolle Arbeit! Mit 4.000 € bezahlten wir für die Regionaltafel Neubrandenburg in 2021 ein neues Kühlaggregat in deren Ausgabestelle. Damit ist nun auch diese Tafel gut gewappnet, die aus Supermärkten abgeholten Lebensmitteln zumindest für eine kurze Zeit vorhalten und damit flexibler auf den Bedarf abstellen zu können. Zu Beginn des Jahres musste der Boden im Eingangsbereich saniert und eine Schimmelbeseitigung am Ausgabebereich durchgeführt werden – beide Kosten in Höhe von 2.250 € übernahmen wir gerne.

Im März 2022 (als die Ukrainischen Flüchtlingsströme auch in Deutschland ankamen) starten wir einen Aufruf bei unseren Tafel-Partnern der letzten Jahre. Sie sollten uns aufgeben, welche monatlichen Mehrkosten durch die völlig veränderte Situation bei ihnen entstanden sind. Denn diese sind aus drei Gründen plötzlich und immens gestiegen! Zum einen sind die laufenden Kosten explodiert, da aufgrund der allgemeinen Lebensmittelknappheit die Supermärkte etc weniger Nahrungsprodukte abgeben (es muss also durch die Tafeln zugekauft werden). Dadurch haben sich auch die Anzahl der Abholungen durch die Kühlfahrzeige der Tafeln erhöht (und das bei viel höhere Benzinkosten) – da mehr Supermärkte als sonst täglich abgeklappert werden müssen, allein um auf die gleiche Ausgabemengen zu kommen. Außerdem musste das Sortiment um Hygieneartikel und solche des täglichen Bedarfs erweitert werden, um gerade den Flüchtlingen gerecht zu werden. Und schließlich kommen nochmal rund 30% mehr Bedürftige als in den beiden Vorjahren (wo es durch Corona eh schon eine krasse Steigerung gab) – das sind nicht nur ukrainische Mütter mit Kindern, sondern auch immer mehr Ortsansässige, die sich durch die galoppierende Inflation nicht mehr anders zu helfen wissen, als die Tafeln aufzusuchen. Bei dieser Tafel lagen die Mehrkosten für den April und Mai bei kalkulierten 3.000 € – diese Summe haben wir dann gespendet. Damit bekam auch diese Tafel für die beiden extremsten Monate Planungssicherheit, um letztendlich Bedürftige nicht abweisen zu müssen.