Unsere
Stiftung

Es sollte immer darum gehen, junge Menschen in ein sicheres, selbstbestimmtes Leben zu führen.

PETER JENSEN ist keine Stiftung, die wie so viele in Deutschland nur Gelder einkassiert. Sondern wir spenden ausschließlich von in unserer GmbH selbst verdientes Geld. Insoweit kann man bei der PETER JENSEN Stiftung weder Mitglied werden, ehrenamtlich mitarbeiten oder Newsletter abonnieren. Bis heute konnten wir Projekte mit einer Gesamtsumme von über 350.000 € unterstützen. Hinzu kommen nochmal fast 200.000 € über die Fischmärkte und Live@night-Konzerte der PETER JENSEN GmbH. Details zu allen Projekten (ab einem Budget von 5.000€) finden Sie auf dieser Homepage. Wenn Sie sich für eines unserer Projekte interessieren, rufen Sie bitte den Stiftungsvorsitzenden Martin Jensen unter 0172 - 5422660 persönlich an.

Darum haben wir 2014 eine Stiftung gegründet

Die Ausgangssituation damals

Mit dem „wir“ sind wir Brüder Peter, Walter und Martin Jensen gemeint. Als Dreigestirn in der dritten Generation nach unseren einzelkämpfenden Vater Bertram (verstorben 1991) und Großvater Peter (verstorben 1971) hatten wir diskutiert, wie es nach 100 Jahren PETER JENSEN als stets erfolgreiches Großhandelsunternehmen für Bäder, Küchen, Heizungen und Ofenbau mal nach uns weitergehen soll. Mit sieben direkten Nachkommen ist es schon anzahlsmäßig entscheidend schwieriger als mit drei sich seit 25 Jahren gemeinsamer Arbeit in der Geschäftsführung des Betriebs fast immer einigen Brüdern. Zumal es für keinen Bruder stets etwas Erstrebenswerteres gab, als die Firma gemeinsam zu führen.

Die Idee dahinter

Es ging weder um fehlendes Vertrauen in unsere Kinder, den Zeitgeist nach Freiräumen, den wir weniger hatten bzw. anstreben wollten, noch um die globalere bzw. digitalisierte Welt, die es wahren Familienunternehmen in der Zukunft immer schwerer macht. Der Ausschlag bei unserer Entscheidung, schon lange vor dem eigenen Renteneintritt eine Umstellung des Unternehmens in eine Stiftung zu vollziehen, war vielmehr der Schutz eben unserer Kinder, aber v.a. auch der zahlreichen engagierten und loyalen Mitarbeiter, die mit uns Wege gegangen sind. In unserer Branche dominiert bei vielen Marktbegleitern der „schnöde Mammon“, der dazu zwingt, daß Gewinne maximiert werden, um hohe Marktanteile noch auszubauen oder an ausländische Eigner abzuführen.

Die Entscheidung daraus

Wir haben aus der Situation eine Tugend gemacht, um folgende Regel für alle Zeiten festzulegen: Vom Gewinn werden jährlich 70% ins eigene Unternehmen investiert, 10% erhält die Familie Jensen (wodurch u.a.jeder Nachkomme 1% vom Ertrag p.a. erhält, was zur Grundsicherung, aber nicht für Träume reicht) – und 20% werden gestiftet. Was letztendlich einen großen Betrag jährlich für bestimmte Zwecke bedeutet, die auf dieser Homepage unter "Projekte" genau beleuchtet werden.

Die Absichten für die Zukunft

Diese Zwecke betreffen aus unserer pragmatischen Sicht heraus im Grunde alles, was in einem deutschen Unternehmer-Menschenleben wichtig sein sollte: Die Zukunft unserer Branche sichern (Schlagwort „Uns gehen die Kunden aus“), unsere loyalen Mitarbeiter abzusichern sowie Gutes zu tun, um an vielen Orten in Nord- und Ostdeutschland extremste Mißstände abzulindern.

Die Förderung des Handwerkernachwuchs

Hauptansatzpunkt unserer Stiftung

Was passierte früher mit dem tropfenden Wasserhahn?

Er wurde einfach vom Klempner repariert. Heute kriegt man zwar keinen Klempner mehr, aber dafür rechnet uns jemand aus, wieviel Wasser man täglich durch den tropfenden Wasserhahn verliert. Jemand anders erstellt ein Tropfwasser-Nutzungskonzept für eine bessere Öko-Bilanz. Und jeden Freitag trifft sich die Selbsthilfegruppe "Leben mit dem Tropfgeräusch".

Das Problem: Zu viele Studenten, zu wenig Jugendliche

In Deutschland wird ständig um das Thema Bildung gestritten. Man hat das Gefühl, daß die Politik alles daran setzt, daß möglichst viele Jugendliche Abitur machen und studieren. Das ist in den letzten zehn Jahren auch passiert: Der Anteil der Gymnasiasten hat sich von 1/3 auf 2/3 verdoppelt, von denen nun statt 1/3 auch 2/3 ein Studium aufnehmen. Der Anteil der studierenden Abgänger hat sich gegenüber denjenigen, die gleich eine Ausbildung angehen, in kurzer Zeit vervierfacht – schön für die Politik, schlecht für das „Tagesgeschäft“ in Deutschland! Denn die vordergründig "einfacheren" Berufe leiden darunter, besonders diejenigen mit einer umfangreichen Ausbildung wie das haustechnische Handwerk. Durch den demographischen Rückgang verschärft sich dieser Effekt noch. Aktuell gibt es 18.000 Bachelor-Studiengänge, aber nur noch 250 Ausbildungsberufe. Das Hamburger Abendblatt titelte im Augst 2018 nicht von ungefähr "Die Arbeitswelt 4.0 zwingt zum Umdenken: Mittlerweile werden mehr Handwerker gesucht als Programmierer". 

Die Auswirkung: Zu wenig Handwerksnachwuchs, zu viel Arbeit bleibt liegen

Während in Deutschland 1998 noch 450.000 SHK-Monteure neue Bäder und Heizungen einbauten oder Wasserhähne reparierten, tun dieses aktuell nur 380.000. Damals begannen 63.000 Jugendliche eine Lehre im SHK-Handwerk, heute sind es nicht mal 34.000 – der ungewollte Personalmangel wird die Schere also immer weiter aufmachen. Warum das schlimm ist: Für den Bürger, weil er immer länger auf sein neues Bad oder Heizung bzw Reparatur warten und aufgrund der Knappheit immer höhere Preise wird bezahlen müssen. Für die Bevölkerung, weil somit die Energiewende auch deshalb nicht geschafft wird, weil dafür ausreichend moderne Heizungsanlagen nicht umgesetzt werden können. Zudem ist der Handwerkermangel einer der Hauptgründe, warum zu wenig Wohnungen gebaut werden können (allein in den Ballungsräumen fehlen 400.000 Einheiten) und deshalb die Mieten besonders in den Städten explodiert sind. Man kann also wirklich sagen: Der Handwerkermangel wird aus sozialer und ökologischer Sicht (Stichworte Wohnungsmangel und Klimawandel) zu einem echten gesamtgesellschaftlichen Problem !

Die Gegenwart: Im Handwerk klappt es irgendwie nicht mit der Ausbildung

In 2015 konnten im deutschen Handwerk 9% der Ausbildungsplätze nicht besetzt werden, darunter schnitten neben den Schlachtern das SHK-Fachhandwerk mit 26% am schlechtesten ab. Man sollte meinen, welche Handwerkersparte besonders gebeutelt ist Nachwuchs zu finden, pflegt ihn dafür anschließend besser: Aber während im deutschen Durchschnitt „nur“ 25% der Handwerksgesellen ihre Lehre abbrachen oder danach die Branche wechselten, sind es im SHK-Bereich 39%!

Unsere Zukunftsaufgabe: Absolventen gewinnen und zu „Alltagshelden“ entwickeln

Unsere Stiftung möchte engagiert dazu beitragen, Absolventen aller Art von der SHK-Branche zu begeistern und in attraktive Ausbildungsverhältnisse vermitteln, die intensiv begleitet werden und am Ende wettbewerbsfähige, interessante und monetäre Zukunftsperspektiven bieten - damit diese Mitbürger langfristig in der Branche extrem zufrieden sind! Wir nennen sie „Alltagshelden“, weil sie den Lockrufen vermeintlich attraktiverer Berufe widerstanden, um eine ehrlichere und notwendigere Tätigkeit zu verrichten, als aus unserer Sicht so ziemlich alle anderen Dienstleitungsberufe der deutschen Durchschnittbevölkerung bringen. Diese Aufgabe ist körperlich viel härter und erfordert oftmals höchste zeitliche Flexibilität – dafür ist sie krisensicherer und macht Endkunden emotional glücklicher als die „Leistungen“ von z.B. Bankern, Versicherungen oder IT-Experten.

Aufgabenbereiche der Stiftung

In folgende 4 Bereiche lässt sich unsere Stiftungsarbeit einteilen

Kinder & Jugend

Der erste Zweck ist die „Förderung der Kinder- und Jugendhilfe“. Hier geht es am liebsten darum, besonders Jugendliche bei einer für sie optimalen (und damit später glücklich werdenden) Berufsentscheidung zu unterstützen. Unser Eingangsprojekt war deshalb unser Projekt „BOSO-Räume für Stadtteilschulen“, das Ende 2017 in die Praxis umgesetzt wurde. An neun Hamburger Schulen haben wir dafür insbesondere die EDV-Ausstattung und das Inventar zur Unterstützung in sogenannten „Berufsorientierungsräumen“ finanziert, damit sich kommende Schulabgänger direkt an ihrem bisherigen Lehrort über kommende Berufsausbildungsbilder und –möglichkeiten professionell informieren können. Wenn sich das BOSO-Projekt bewährt, wollen wir es auf Städte in ganz Nord- und Ostdeutschland ausweiten. Unsere Vision ist, daß wir auch einen Switch schaffen für eine „Erlebniswelt SHK“, die wir ab 2020 an unserem Firmensitz in Hamburg-Borgfelde planen: Eine Erlebnisausstellung auch für durch BOSO angeregte Jugendliche, wie ereignisreich, kompetent und zukunftssicher die Haustechnikbranche sein kann.

Forschen & Lernen

Der zweite Zweck ist die „Förderung der Erziehung sowie der Volks- und Berufsbildung“. Diese Rubrik ist bzgl. unserer Projekte häufig verzahnt mit unseren Unterstützungen für „Kinder & Jugend“ – über solche Projekte freuen wir uns deshalb besonders (wie zB. die „Junge Akademie“ der Hamburger Handelskammer)! In unserer Handelsfirma PETER JENSEN GmbH sind wir stolz darauf, mit unserer Anzahl von fast 100 Auszubildenden nach dem Otto-Versand die Nummer 2 in der Hamburger Händlerlandschaft zu sein. Wir kommen mittlerweile auf fast 40 Neuanfänger pro Jahrgang, die wir Dank unserer intensiven Ausbildungsinvestitionen und –maßnahmen über das letzte Jahrzehnt aus einer vierstelligen Bewerberzahl rekrutieren können. Unser gewonnenes Know-how wollen wir als Impulse in unserer Vision ab 2022 auf die Gesellenausbildung unserer SHK-Kundschaft am liebsten übertragen, indem wir am liebsten eine „Akademie für Hochleistungsgesellen“ ins Leben rufen wollen. Dafür planen wir, auch osteuropäische Jugendliche und Flüchtlinge in eine besondere duale Spitzenausbildung zu bringen und professionell zusammen mit engagierten Handwerksunternehmen zu fördern.

Bürgerprojekte

Die dritte Maßnahme ist die „Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten steuerbegünstigter Zwecke“. Fernab der beschriebenen Handwerksproblematik hat die PETER JENSEN Stiftung hat sich auch der „allgemeinen Unterstützung“ verpflichtet. In guter hanseatischer Tradition spüren wir „Ungerechtigkeiten“ speziell bei Benachteiligten unserer Gesellschaft auf – und unterstützen diese am liebsten in solchen Einzelfällen, wo eine staatliche Unterstützung nicht gegeben bzw. aus unserer Sicht bisher zu karg ausfiel. Wir wollen in unserer Stiftungsarbeit in diesem Bereich bewußt keine Schwerpunkte setzen, sondern wollen die Augen offen halten, Gutes dort zu tun, wo das Scheinwerferlicht nicht hinfällt.

Versorgungswerk

Die letzte Aufgabe ist die allgemeine „Förderung mildtätiger Zwecke“. Hierunter fokussiert sich die PETER JENSEN Stiftung nach innen in den Betrieb der GmbH. Wir fühlen eine familiäre Verantwortung besonders für unsere loyalen rund 800 aktiven Mitarbeiter, aber auch für die Vielzahl von heutigen „Rentnern“, die bei uns einen wesentlichen Teil Ihres Arbeitslebens verbracht haben. Der Schwerpunkt liegt hier ab 2020 auf der dringenden und medizinisch entscheidenden da erfolgsversprechenden Versorgung von Härtefällen, die durch Krankenkassen nicht abgedeckt werden - für Mitarbeiter, ihre Familienangehörige sowie ehemalige Mitarbeiter. Die Stiftung plant, dann auf Antrag Einzelfallprüfungen vorzunehmen, die spätere Unterstützungsentscheidung kann dabei aber keinen Rechtsanspruch ableiten.

Dokumente

Dokumente rund um die Peter Jensen Stiftung zum Download