Unsere
Stiftung

Es sollte immer darum gehen, junge Menschen in ein sicheres,
selbstbestimmtes Leben zu führen.

PETER JENSEN ist keine Stiftung, die wie so viele in Deutschland nur Gelder Anderer einkassiert oder Mitglieder wirbt, sondern wir spenden ausschließlich in unserer GmbH selbst verdientes Geld. Bis heute konnten wir Projekte mit einer Gesamtsumme von 1,4 Mio. € unterstützen. Hinzu kommen nochmal fast 265.000 € über die Fischmärkte, Live@night-Konzerte sowie Spenden der PETER JENSEN GmbH. Details zu allen Vorhaben (ab einem Budget von 5.000 €) finden Sie unter der Rubrik Projekte. Bei Interesse an unserer Arbeit folgen Sie uns bitte über Facebook unter #peterjensengmbh oder kontaktieren zu persönlichen Ideen gerne den Stiftungsvorsitzenden Martin Jensen.

Die Förderung des Handwerkernachwuchs

ist der Hauptansatzpunkt unserer Stiftung

Das Problem: Zu wenig Jugendliche, zu viele Studenten

In Deutschland wird ständig um das Thema Bildung gestritten. Seit der ersten PISA-Studie setzt die Politik alles daran, dass möglichst viele Jugendliche ihr Abitur machen und anschließend studieren. Das ist in den letzten zehn Jahren auch passiert: Der Anteil der Gymnasiasten hat sich von 1/3 auf 2/3 verdoppelt, von denen anschließend statt 1/3 nun 2/3 ein Studium aufnehmen. Hierunter leiden die vermeintlich "einfacheren" Berufe, da ihnen schlichtweg die guten Leute fehlen - besonders die mit einer sehr anspruchsvollen Ausbildung wie z.B. dem SHK-Handwerk. Durch den demographischen Rückgang an Schülern verschärft sich dieser Effekt zusehends. Aktuell gibt es fast 11.000 Bachelor-Studiengänge in Deutschland - aber nur noch 326 Ausbildungsberufe. Das Hamburger Abendblatt titelte im August 2018 nicht von ungefähr "Die Arbeitswelt 4.0 zwingt zum Umdenken: Mittlerweile werden mehr Handwerker gesucht als Programmierer". 

Die Auswirkung: Zu wenig Handwerker, zu viel Arbeit bleibt liegen

Während 1998 noch 450.000 SHK-Monteure in Deutschland Bäder und Heizungen einbauten oder reparierten, tun dieses aktuell nur mehr 380.000 (ausgeschriebene Stellen werden durchschnittlich erst nach einem halben Jahr wieder besetzt). Damals begannen 63.000 Jugendliche eine Lehre als Anlagenmechaniker, heute sind es nicht mal 34.000 (wobei für ein Drittel aller Ausbildungsplätze niemand gefunden wird). Wenn wir als Gesellschaft hier nicht endlich gegensteuern, wird sich aufgrund des oben beschriebenen Defizits an Ausbildungswilligen der Handwerkermangel immer mehr verschärfen. Die drei Konsequenzen sind schon jetzt spürbar! Zum einen muss man selbst immer länger auf einen Installateur warten, um dann aufgrund der Knappheit teilweise höhere Preise zu bezahlen. Zum anderen werden zu wenig neue Wohnungen gebaut (schon jetzt fehlen 400.000 Einheiten in den Ballungsräumen), wodurch die Mietpreise explodieren. Und schließlich schafft Deutschland auch deshalb nicht die Energiewende, weil nicht ausreichend genug moderne Heizungsanlagen eingebaut werden (können). Erschütterndes Fazit: Der Handwerkermangel wird aus sozialer und ökologischer Sicht (Schlagworte Wohnungsmangel und Klimawandel) zu einem echten gesamtgesellschaftlichen Problem!

Unsere Aufgabe: Jugendliche überzeugen, Auszubildende begleiten und Gesellen motivieren

Die PETER JENSEN Stiftung engagiert sich bereits sehr, dass sich Schüler für das duale Ausbildungssystem interessieren und sich für einen Handwerksberuf bewerben. Sie plant ab 2021 viele Lehrverhältnisse zu begleiten, damit sich Jugendliche in ihrem Ausbildungsberuf echt wohlfühlen und erfolgreich sind, um nach dem Abschluss auch im Beruf zu bleiben. Und die Stiftung will anschließend insbesondere Handwerksgesellen und ihre Fachbetriebe motivieren, sich kontinuierlich weiterzubilden oder gar eine Meisterausbildung dran zu hängen. Wer es bis zu diesem Ende schafft, ist nach Stiftungsverständnis ein „Alltagsheld“! Weil diese jungen Menschen häufig den Lockrufen vermeintlich "attraktiverer" Berufe widerstanden, um eine ehrlichere und notwendigere Tätigkeit als Dienstleister im Gegensatz zu Banken, Versicherungen oder IT-Experten zu verrichten. Handwerksarbeit ist körperlich zwar intensiver und erfordert oftmals höchste zeitliche Flexibilität – dafür ist sie aber auch krisensicherer und macht ihre Kunden am Ende emotional glücklicher als alle andere Dienstleistungen. 

Aufgabenbereiche der Stiftung

In folgende 4 Bereiche lässt sich unsere Stiftungsarbeit einteilen

Der erste Zweck ist laut Stiftungssatzung die Förderung der Kinder- und Jugendhilfe. Hier geht es darum, Jugendliche bei einer für sie optimalen (und damit später glücklich machenden) Berufsentscheidung zu unterstützen. Unser Eingangsprojekt waren in diesem Bereich sogenannte  „Berufsorientierungsbüros" (BOB). An 17 Hamburger Schulen haben wir seit 2017 dafür die EDV-Ausstattung und das Inventar finanziert, damit sich baldige Schulabgänger direkt an ihrem bisherigen Lehrort professionell über Ausbildungsberufe informieren können. Dieses Projekt hat sich mittlerweile bewährt, so dass die Stiftung es ab 2020 auf mehr Städte in Nord- und Ostdeutschland ausweiten will. Unsere Vision ist, dass wir aber auch eine Verbindung schaffen zu einer fest eingerichteten SHK-Erlebniswelt, die wir ab 2021 an unserem Firmensitz in Hamburg-Borgfelde planen. Dieses ist eine Aktionsfläche besonders für in den BOBs angeregte Jugendliche, um zu demonstrieren und zu überzeugen, wie ereignisreich, leidenschaftlich, nachhaltig, unentbehrlich und zukunftssicher der Beruf des SHK-Anlagenmechanikers ist.

Die zweite Herausforderung ist die Förderung der Erziehung sowie der Volks- und Berufsbildung. Startprojekt war 2017 unser Hauptsponsoring für die „Junge Akademie“ der Hamburger Handelskammer. Die PETER JENSEN GmbH ist stolz, aktuell mit rund 100 Auszubildenden (die dank intensiver Ausbildungsinvestitionen und -maßnahmen aus einer vierstelligen Bewerberzahl rekrutieren werden) nach dem Otto Versand die Nummer 2 in der Hamburger Händlerlandschaft zu sein. Unsere Vision ist es, das gewonnene Know-how als Service für das Handwerk durch bei der Stiftung festangestellte SHK-Ausbildungsmanager einzusetzen, die jeweils bis zu 15 Fachbetriebe einer Region mit 20 Azubis betreuen. Zu ihren Aufgaben gehört, alle 14 Tage in jedem Betrieb Einzelgespräche mit Inhabern und Auszubildenden zu Lernständen und Motivation zu führen. Parallel sprechen sie regelmäßig mit den Berufsschullehrern über Lerndefizite und Noten. Denn in kleinen und mittleren Betrieben besteht häufig das Problem, aus Zeitgründen leider keine perfekt begleitete Ausbildung anbieten zu können - was nicht selten zu Unzufriedenheit und Qualitätsverlust bei den Auszubildenden führt.

Die dritte Maßnahme ist die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten steuerbegünstigter Zwecke. Fernab der beschriebenen Ausbildungsproblematik verpflichtet sich die PETER JENSEN Stiftung auch der „allgemeinen Unterstützung Bedürftiger“. In guter hanseatischer Tradition spüren wir Ungerechtigkeiten bei Benachteiligten unserer Gesellschaft auf und unterstützen diese am liebsten in solchen Einzelfällen, wo eine staatliche Unterstützung nicht gegeben ist oder aus unserer Sicht zu gering ausfällt. Im Mittelpunkt stehen dabei soziale Brennpunkte in den neuen Bundesländern, wo auch 30 Jahre nach der Wende viele Regionen mit Kinder- und Altersarmut oder Gewalt zu kämpfen haben. Wir schauen aber auch nach Initiativen, die sich um Menschen mit Lernschwächen, Behinderungen oder schweren Krankheiten kümmern, um dann verschiedenste kleine Hilfsorganisationen einer Region zu einem Themenschwerpunkt gleichzeitig zu unterstützen. Unser Startprojekt für diese Serie ist 2019 die "Kinderarmut von Stendal" gewesen.

Die letzte Aufgabe ist die allgemeine Förderung mildtätiger Zwecke. In diesem Bereich fokussiert sich die Stiftung nach innen auf die wertvollen Mitarbeiter der PETER JENSEN GmbH. Für diese haben wir das PETER JENSEN Versorgungswerk eingerichtet, das in drei Notsituationen aktiv wird: Zum Einen die „Ausbildungsunterstützung für Kinder verstorbener Mitarbeitern“ in Höhe von 200 € im Monat (bis zu deren 18.Geburtstag), zum Anderen geht es in zwei weiteren Projekten um die Gesundheit aktiver Mitarbeiter. Denn häufig leiden Kollegen unter langwierigen Krankheiten oder haben mit den Folgen schwerer Unfälle zu kämpfen. Das Gesundheitssystem für gesetzlich Versicherte ermöglicht häufig keinen zeitnahen Facharzttermin oder bezahlt nach Diagnosestellung nicht (vollumfänglich) die zielführendste Therapie. Das Versorgungswerk hat deshalb einen „Terminservice für Fachärzte“ in den wichtigsten Disziplinen über Nord- und Ostdeutschland eingerichtet und kann eventuell auftretende Behandlungs-Mehrkosten übernehmen. Es gibt aber auch Krankheiten - in der Belegschaft oder bei ihren Angehörigen -, die nicht heilbar sind. Gibt es hier eine (meist kleine) Hilfsorganisation, die sich mit der Krankheit und ihren Folgen beschäftigt, kann auch diese fallweise von uns unterstützt werden.