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Tafeln

Gifhorner Tafel e.V

Im März 2022, als die ukrainischen Flüchtlingsströme auch in Deutschland ankamen, begann auch in der Gifhorner Tafel eine neue Zeitrechnung. Wir starten einen Aufruf bei unseren Tafel-Partnern der letzten Jahre. Sie sollten uns aufgeben, welche monatlichen Mehrkosten durch die völlig veränderte Situation bei ihnen entstanden sind. Denn diese sind aus drei Gründen plötzlich und immens gestiegen! Zum einen sind die laufenden Kosten explodiert, da aufgrund der allgemeinen Lebensmittelknappheit die Supermärkte etc weniger Nahrungsprodukte abgeben (es muss also durch die Tafeln zugekauft werden). Dadurch haben sich auch die Anzahl der Abholungen durch die Kühlfahrzeige der Tafeln erhöht (und das bei viel höhere Benzinkosten) – da mehr Supermärkte als sonst täglich abgeklappert werden müssen, allein um auf die gleiche Ausgabemengen zu kommen. Außerdem musste das Sortiment um Hygieneartikel und solche des täglichen Bedarfs erweitert werden, um gerade den Flüchtlingen gerecht zu werden. Und schließlich kommen nochmal rund 30% mehr Bedürftige als in den beiden Vorjahren (wo es durch Corona eh schon eine krasse Steigerung gab) – das sind nicht nur ukrainische Mütter mit Kindern, sondern auch immer mehr Ortsansässige, die sich durch die galoppierende Inflation nicht mehr anders zu helfen wissen, als die Tafeln aufzusuchen. Fazit: Bei allen Tafeln übernahmen wir die erheblichen Mehrkosten für die Monate April und Mai.

Seit 2023 bietet die Tafel in Gifhorn auch ein Schulfrühstück an, für das die NGO mit 10.000 € p.a. in Vorleistung geht. Hierfür werden die Lebensmittel extra eingekauft und nicht aus Lebensmittelspenden generiert. Zudem sind die Benzinkosten um rund 3.000 € seit letztem Jahr gestiegen. An beiden Kostenblöcken beteiligen wir uns mit 6.500 € im Rahmen einer weiteren einmaligen Spende.