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TafelnRendsburger Tafel Diakonisches Werk

Die Tafel Rendsburg hat eine Hauptausgabestelle für alle Arbeitstage sowie fünf Nebenstellen in der Umgebung für einmal die Woche. Ihr Angebot richtet sich an alle, die ohne fremde Hilfe keine warme Mahlzeit bekämen. Berechtigt sind Bedürftige und Obdachlose, aber auch Kinder und Jugendliche (die tagsüber auf sich allein gestellt sind) sowie ältere Menschen, die sich nicht selbst bekochen können. Um die Ware bei den zahlreichen Spendern abzuholen, werden Transporter gebraucht. Um die Lebensmittel stets frisch zu halten, wurde schon lange ein neues Kühlfahrzeug benötigt. Mit 10% der Anschaffungskosten (genauer gesagt 4.000€) beteiligen wir uns gerne daran.

Im März 2022 (als die Ukrainischen Flüchtlingsströme auch in Deutschland ankamen) starten wir einen Aufruf bei unseren Tafel-Partnern der letzten Jahre. Sie sollten uns aufgeben, welche monatlichen Mehrkosten durch die völlig veränderte Situation bei ihnen entstanden sind. Denn diese sind aus drei Gründen plötzlich und immens gestiegen! Zum einen sind die laufenden Kosten explodiert, da aufgrund der allgemeinen Lebensmittelknappheit die Supermärkte etc weniger Nahrungsprodukte abgeben (es muss also durch die Tafeln zugekauft werden). Dadurch haben sich auch die Anzahl der Abholungen durch die Kühlfahrzeige der Tafeln erhöht (und das bei viel höhere Benzinkosten) – da mehr Supermärkte als sonst täglich abgeklappert werden müssen, allein um auf die gleiche Ausgabemengen zu kommen. Außerdem musste das Sortiment um Hygieneartikel und solche des täglichen Bedarfs erweitert werden, um gerade den Flüchtlingen gerecht zu werden. Und schließlich kommen nochmal rund 30% mehr Bedürftige als in den beiden Vorjahren (wo es durch Corona eh schon eine krasse Steigerung gab) – das sind nicht nur ukrainische Mütter mit Kindern, sondern auch immer mehr Ortsansässige, die sich durch die galoppierende Inflation nicht mehr anders zu helfen wissen, als die Tafeln aufzusuchen. Bei dieser Tafel lagen die Mehrkosten für den April und Mai bei kalkulierten 3.040 € – diese Summe haben wir dann gespendet. Damit bekam auch diese Tafel für die beiden extremsten Monate Planungssicherheit, um letztendlich Bedürftige nicht abweisen zu müssen.